ABC-Schützen benötigen neben dem Schulranzen eine private Haftpflichtversicherung

Die Erstausstattung für einen Schulanfänger umfasst nicht nur Tornister, Bücher und Schreibzeug. Die Eltern sollten auch an eine private Haftpflichtversicherung denken: Die gesetzliche Unfallversicherung allein reicht nicht. Generell gilt: Kinder bis zum siebten Lebensjahr sind nicht deliktfähig, im Straßenverkehr sogar bis zum zehnten Lebensjahr nicht. Die Eltern haften dann nicht – es sei denn, sie haben ihre Aufsichtspflicht verletzt. Dennoch gibt es gute Gründe für eine private Haftpflichtversicherung, wenn der Nachwuchs in die Schule kommt.

Gesetzliche Unfallversicherung nicht lückenlos

Auch für ABC-Schützen deckt die gesetzliche Unfallversicherung schon einiges ab: vor allem Unfälle in der Schule und auf dem Schulweg. Sie zahlt sogar Zuschüsse für einen behindertengerechten Wohnungsumbau und eine lebenslange Rente, wenn das Kind einen bleibenden Schaden zurückbehält. Freizeitunfälle allerdings versichert sie nicht. Dazu zählen auch Kleinigkeiten wie der Glasschaden beim Nachbarn durch einen Fußball. Es gibt aber Anbieter für private Haftpflichtversicherungen, die auch bei noch nicht deliktfähigen Kindern solche Schäden begleichen.

Familien-Tarif mit Kinder-Absicherung

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Bei der Privathaftpflicht empfiehlt sich mit Beginn der Schulzeit ein Familien-Tarif, der auch die Kinder mit einschließt. Sie deckt Kleinigkeiten wie große Vorfälle gleichermaßen ab, zum Beispiel:

  • Schäden am Schulranzen des Freundes beim Spielen
  • Verletzungen nach Rangeleien mit Schulkameraden
  • Unfälle mit dem Kind auf dem Fahrrad und einem Fußgänger

Aus dem Unfall ergeben sich im schlimmsten Fall enorme Folgekosten: Heilung, Rehabilitation und eine lebenslange Unterstützung, wenn das Kind einen bleibenden Schaden zurückbehält. Als Deckungssumme empfiehlt die Verbraucherzentrale fünf Millionen Euro, der Bund der Versicherten spricht sogar von zwölf Millionen.