Für Drohnenpiloten besteht eine Versicherungspflicht

Eine Drohne zu benutzen, liegt voll im Trend – für gewerbliche Zwecke oder als privates Hobby gleichermaßen. Aber selbst renommierte Modelflugshops, die Multicopter verkaufen – unbemannte Fluggeräte mit mehreren Rotoren für den Auftrieb – informieren ihre Kundschaft häufig darüber nicht.

Gewerbliche oder private Nutzung?

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Die Gesetzeslage in Deutschland zur Versicherung gegen Drohnenschäden ist eindeutig: Jeder Multicopter, der nicht in die Einstufung „Spielzeug“ fällt, ist versicherungspflichtig. Und wenn das Gerät noch so klein und so leicht ist: Nahezu alle Modelle, die heute im Handel sind, fallen nicht in die Kategorie „Spielzeug“. Bevor die Drohne zum ersten Mal fliegt – sogar wenn nur auf dem eigenen Grundstück – sollte die notwendige Versicherung abgeschlossen sein. Die Beiträge dafür halten sich in Grenzen, wie zwei Beispiele zeigen:

  • ab 32,76 Euro pro Jahr bei der AXA für eine private Versicherung
  • ab 120,- Euro pro Jahr für eine gewerbliche Haftpflichtversicherung
  • empfehlenswert: gegen einen geringen Aufpreis die Deckungssumme erhöhen

Vorsicht ist geboten beim schnellen Zugriff auf die preisgünstige private Haftpflichtversicherung gegen Schäden, die eine Drohne verursacht. Eine private Nutzung liegt nur dann vor, wenn die Bilder und Videos ausschließlich für eigene Zwecke entstehen. Sobald diese Aufnahmen von der Drohnen-Kamera ins Internet gehen, überschreitet der Nutzer möglicherweise schon die Grenze zum gewerblichen Handeln. Einige Anbieter empfehlen Versicherungstarife, die europaweit oder sogar weltweit gelten. Das ist wichtig, wenn die Drohne zum Beispiel im Urlaub mit ins Ausland geht.

Abschlussmöglichkeiten im Internet

Online existieren inzwischen viele Möglichkeiten sich über den Versichertenschutz für die eigene Drohne zu informieren. Beispielsweise ist es gleichzeitig möglich, über das Internet einfach und schnell einen Vertrag abzuschließen. Dabei steht inzwischen auch eine Kaskoversicherung zur Auswahl, also eine Variante, die vor allem bei der KFZ-Versicherung gerne erwünscht ist. Wer eine Drohnenversicherung abgeschlossen hat, ist damit sofort gegen Schäden geschützt, die dadurch entstehen: je nach Art des Vertrages mehr oder weniger umfangreich. Abgesichert sind zum Beispiel Sachschäden, die durch die eigene Drohne an fremdem Eigentum entstehen. Auch die Arztrechnungen von verletzten Personen fallen dann unter diesen Schutz. Wichtig ist zudem: Der Kunde besitzt bei seinem Versicherer kompetente Ansprechpartner für alle Fragen rund um einen Drohnenunfall. Dieses Phänomen ist doch relativ neu: Allzu viele Erfahrungen damit gibt es noch nicht, die schnell im Internet zu recherchieren sind.