Hundehaftpflichtversicherung-Vergleich 2019

Eine Hundehaftpflichtversicherung ist noch nicht in jedem Bundesland vorgeschrieben. Ein Hundehalter weiß aber, dass bei seinem vierbeinigen Begleiter immer ein Restrisiko bleibt, dass das Tier einen Schaden verursacht. Viele Hundehalter denken dabei in erster Linie daran, dass eine Beißerei die Ursache ist. Dies ist jedoch in den seltensten Fällen so.

Der Hundehaftpflichtversicherungsvergleich ist aktuell offline. Wir arbeiten daran, in online zu stellen. Im Folgenden finden Sie weiterführende Informationen zum Thema.

Was deckt die Hundehaftpflicht ab?

Die Hundehaftpflicht übernimmt alle Schäden, die das Tier einem Dritten an dessen Eigentum oder auch der Person selbst verursacht. Der Hundehalter ist in diesem Fall im Regress. Der Paragraf 823, Abs. 1 des BGB regelt ganz klar den Sachverhalt der Schadensersatzleistung:

„Wer vorsätzlich oder fahrlässig das Leben, den Körper, die Gesundheit, die Freiheit, das Eigentum oder ein sonstiges Recht eines anderen widerrechtlich verletzt, ist dem anderen zum Ersatz des daraus entstehenden Schadens verpflichtet.“

Wie jede Haftpflichtversicherung, prüft auch die Hundehalterhaftpflicht zunächst, ob die Schadensersatzforderung gerechtfertigt ist. Daher hat sie auch den Charakter einer passiven Rechtsschutzversicherung. Muss der Anspruch gerichtlich festgestellt werden, übernimmt der Versicherer bei Feststellung der Schuld beispielsweise auch die Kosten für einen Gutachter oder die Zeugengelder.

Zu guter Letzt begleicht sie natürlich auch die Kosten, welche durch den Hund verursacht wurden. Diese können im Fall einer Attacke auf einen Menschen im schlimmsten Fall siebenstellig werden. Angenommen, das Tier beißt tatsächlich ein kleines Kind auf eine Art, die zu einer Invalidität führt. In diesem Fall kommen auf den Hundehalter die Kosten für

  • die medizinische Versorgung (die Krankenkasse nimmt ihn in den Regress)
  • mögliche Reha-Maßnahmen (die Sozialversicherungsträger wollen ebenfalls ihr Geld)
  • Schmerzensgeld
  • möglicherweise eine lebenslange Rentenzahlung an das Opfer

zu.

Die Versicherungspflicht in einigen Bundesländern für Hunde, gleich ob Jack Russell Terrier, Chihuahua, Deutscher Schäferhund, Golden Retriever, Border Collie, Französische Bulldogge, Dackel, Australian Shepherd oder Yorkshire Terrier, dient nicht dem Schutz des Hundehalters, sondern dem Opferschutz. Damit soll sichergestellt werden, dass die Opfer auch tatsächlich eine finanzielle Entschädigung erhalten. Die folgende Tabelle zeigt, in welchen Bundesländern eine Hundehaftpflicht generell vorgeschrieben ist, in welchen sie nur für bestimmte Rassen Pflicht ist, und welche Bundesländer darauf verzichten:

HIER TABELLE EINFÜGEN

Aber selbst eine „Meinungsverschiedenheit“ zwischen zwei Fellnasen kann schnell zu Kosten für eine Hundeoperation führen, die einen vierstelligen Betrag verschlingt. Betrachtet man bei einer Haftpflichtversicherung für den Hund die Kosten, sind diese im Vergleich zu einem möglichen Schaden verschwindend gering.

Hundehaftpflichtversicherung – was ist versichert?

Eine Hundehaftpflichtversicherung übernimmt die Leistungen für Personen-, Sach- und Vermögensschäden.

Neben den bisher aufgeführten, offenkundigen Schäden, geht das Risiko aber noch weiter. Einen Punkt, den ungewollten Deckakt, halten sich nur die wenigsten Halter eines Rüden vor Augen. Angenommen, eine mehrfach ausgezeichnete Pudeldame ist läufig und soll von einem Champion gedeckt werden, damit der Züchter die Welpen für teures Geld weiterverkaufen kann. Vor dem Deckakt kommt jedoch ein aufgeweckter Mischlingsrüde daher, sieht die Pudeldame, und bevor der Halter des Pudels eingreifen kann, ist es bei den Vierbeinern Liebe auf den ersten Blick. Der ungewollte Deckakt bedeutet für den Züchter einen Verlust von mehreren Tausend Euro.

Ein Hundehaftpflicht-Test zeigt, dass die Risiken aber noch weiter gehen. Nicht jeder Versicherer leistet in voller Höhe, wenn das Tier nicht angeleint war und einen Schaden verursacht. Wer seinen Hund überwiegend unangeleint laufen lässt, sollte darauf achten, dass dies kein Verweigerungsgrund für eine Leistung darstellt. Ein weiterer Aspekt bei einem Hundehaftpflicht Preisvergleich ist, dass der Versicherer keinen Maulkorbzwang für den Hund vorsieht.

Mehr als einmal kam es zu prekären Situationen im Straßenverkehr, weil ein Hund auf die Straße lief und Autofahrer zu waghalsigen Manövern gezwungen wurden.

Eine Hundehaftpflicht ohne Selbstbeteiligung ist nur unwesentlich teurer als ein Vertrag mit Selbstbeteiligung. Wichtiger als diese Frage ist aber der Punkt, dass der Vertrag auch eine Forderungsausfalldeckung einschließt. Angenommen, Ihr Hund wird von einem anderen Hund gebissen und muss tierärztlich behandelt werden. Der Halter des anderen Hundes besitzt weder eine Tierhalterhaftpflichtversicherung noch die finanziellen Mittel, um Ihnen die Kosten zu erstatten. In diesem Fall stellt Ihre Versicherung den Halter des anderen Hundes so, als ob er auch bei der Gesellschaft versichert wäre. Voraussetzung für die Kostenübernahme ist allerdings eine gerichtliche Feststellung der Schuld.

Wo greift die Hundehalterhaftpflicht?

Der Hundehaftpflicht Vergleich zeigt, dass die Versicherer bei Auslandsaufenthalten unterschiedliche Zeiträume für den Versicherungsschutz im Ausland zugrunde legen. Es gibt durchaus Anbieter, die für Europa keine Begrenzung vorsehen, andere limitieren dies auf einige Monate. Die weltweite Geltung ist generell gegeben, allerdings auf einen bestimmten Zeitraum begrenzt. Wichtig ist, dass der Vertrag bei einer Mietwohnung auch in den eigenen vier Wänden Gültigkeit hat. Der Punkt „Mietsachschäden“ sollte auf jeden Fall Bestandteil der Police sein. Dies gilt auch für Beschädigungen in Hotelzimmern oder Ferienwohnungen.

Auch erfahrene Polizeihundeführer wissen, dass auch bei dem bestausgebildetesten Hund immer ein Restrisiko hinsichtlich der Folgsamkeit besteht. Die Kosten für eine Hundehaftpflichtversicherung sind im Vergleich zu möglichen Schadensersatzforderungen verschwindend gering. Darüber hinaus kann der Versicherungsnehmer die Hundehaftpflicht bei der Steuer geltend machen.