KFZ-Haftpflichtversicherung-Vergleich 2018

Das sogenannte Pflichtversicherungsgesetz sieht vor, dass kein Fahrzeug auf öffentlichem Gelände betrieben oder abgestellt werden darf, wenn es keine Haftpflichtversicherung aufweist. Dieser Sachverhalt bezieht sich nicht nur auf einen PKW, sondern auch auf ein

  • Motorrad
  • Kleinkraftrad
  • Moped
  • Roller
  • Mofa
  • Krankenfahrstuhl, sofern elektrisch betrieben.

Die gesetzlichen Deckungssummen betragen

  • 7,5 Millionen Euro für Personenschäden
  • bis zu 1.120.000 Euro für Sachschäden
  • 50.000 Euro für reine Vermögensschäden

und reichen im Zweifelsfall bei Weitem nicht aus. Vor diesem Hintergrund bieten die Versicherer deutlich höhere Leistungen als Alternative an.

Die Auswahlkriterien bei der Auto-Haftpflichtversicherung

Wesentlichstes Auswahlkriterium ist natürlich die Prämie für die PKW-Haftpflichtversicherung. Diese ermittelt sich zum einen aus den Daten des Fahrzeugs, den Daten des Versicherungsnehmers, der Höhe der Versicherungssumme und letztendlich aus der Kalkulation des Versicherers.

Die Fahrzeugdaten sind schnell umrissen. Einmal ist der Typschlüssel des Fahrzeugs ausschlaggebend, zum anderen der Zulassungsbezirk. Die Stadt Offenbach beispielsweise weist in Hessen die höchste Unfallquote auf. Damit fällt die Haftpflichtprämie in Offenbach deutlich höher aus, als im Hochtaunuskreis.

Versicherer fragen bei einem Antrag für eine Auto-Haftpflichtversicherung aber noch mehr. Zu den Faktoren, welche die Prämie beeinflussen, zählen

  • Alter des Fahrers
  • Kinder unter 16 im Haushalt
  • Immobilienbesitz
  • Beruf und Branche
  • Besitzer eines Jahrestickets für den öffentlichen Personennahverkehr
  • Besitzer einer Bahncard
  • Fahrer unter 23, wenn ja, mit begleitetem Fahren?

Statistiken haben ergeben, dass Immobilienbesitzer und Eltern weniger Unfälle verursachen, als andere Personen. Wer mit der Bahn fährt, fährt automatisch weniger Auto und reduziert damit sein persönliches Unfallrisiko.

Aus all diesen Eingaben lässt sich dann im KFZ-Haftpflichtversicherung Rechner ablesen, welche Gesellschaft günstig und welche teuer ist.

Der persönliche Schadensfreiheitsrabatt spielt bei der Höhe der Prämie ebenfalls eine Rolle. Fahranfänger beginnen in der SF-Klasse 0. Mit jedem abgelaufenen Versicherungsjahr, welches unfallfrei verlief, erfolgt eine Verbesserung in der Schadensfreiheitsklasse. Die günstigste SF-Klasse liegt aktuell bei SF 35, gleichbedeutend mit 35 schadenfreien Kalenderjahren. Muss der Versicherer jedoch eine Leistung erbringen, wird der Versicherungsnehmer wieder zurückgestuft.

Zweitwagen können von Beginn an mit der SF-Klasse 2 versichert werden. Ein KFZ-Haftpflichtversicherung Vergleich zeigt aber auch, dass einige Versicherungsunternehmen den Zweitwagen in der gleichen SF-Klasse versichern, wie das Erstfahrzeug, ein lohnenswerter Grund für einen Versichererwechsel.

Fahrer unter 23

Dieser Altersgruppe kommt bei einer Autohaftpflichtversicherung besondere Bedeutung zu. Da dieser Personenkreis die häufigsten Unfälle verursacht, verlangen die Versicherer einen erheblichen Prämienaufschlag. Er kann in Ausnahmefällen bis zu 100 Prozent betragen. Dieser Aufschlag vermindert sich deutlich, wenn der Fahrer am begleiteten Fahren teilgenommen hat, sprich, den Führerschein mit 17 Jahren erwarb. Dabei spielt es keine Rolle, ob er oder sie die Führerscheinprüfung am 17. Geburtstag oder einen Tag vor dem 18. Geburtstag bestand.

Die KFZ Haftpflichtversicherung Leistungen

Die PKW Haftpflichtversicherung leistet, wenn der Versicherungsnehmer einen Unfall verursacht und dabei einen anderen schädigt. Dabei sind Personenschäden, Sachschäden und Vermögensschäden versichert. Die KFZ Haftpflicht übernimmt nur die Kosten des Unfallgegners. Fahren Sie beispielsweise an der Ampel auf den Vordermann auf, beschädigen seine Stoßstange und die an ihrem Auto, übernimmt der Versicherer die Kosten für die Reparatur der Stoßstange des Vordermannes. Hat der Versicherungsnehmer sein eigenes Auto beschädigt, kommt dafür die Vollkaskoversicherung auf, sofern diese besteht. Während die Vollkasko ebenfalls in Schadensfreiheitsklassen unterteilt ist, kennt die Teilkasko nur einen Beitragssatz. Die Teilkaskoversicherung übernimmt Schäden, die durch

  • Haarwild oder Tiere generell (abhängig vom Versicherer) am Auto verursacht wurden.
  • Blitz und Unwetter entstehen.
  • Mit Glasbuch einhergehen.
  • Kurzschluss entstehen.
  • Marderbisse

Die Versicherungssummen in der KFZ-Haftpflichtversicherung betragen häufig 50 oder 100 Millionen Euro. Dies ist nicht zu hoch gegriffen. Überlegen Sie einmal, welche Kosten auf einen Unfallverursacher zu kommen, der mit einem voll besetzten Fahrzeug in ein anderes voll besetztes Fahrzeug fährt. Sieben verletzte Personen bedeutet, dass alleine die Krankenversicherungen in sieben Fällen den Fahrer in den Regress nehmen. Allerdings maximieren die Versicherer die Zahlung pro geschädigte Person und Versicherungsfall auf Beträge zwischen acht Millionen Euro und 15 Millionen Euro. Dies gilt nicht nur für Autos, sondern auch für Transporter.

Die Mallorca-Police

Abgesehen von den Versicherungssummen und Maximierungen bei Personenschäden gibt es bei der PKW-Haftpflichtversicherung keine nennenswerten Leistungsunterschiede bei den Versicherungsgesellschaften. In den meisten Fällen ist inzwischen überall die sogenannte Mallorca-Police Vertragsbestandteil.

Angenommen, Sie mieten ein Auto im Ausland. Häufig fällt die Versicherungssumme bei Personenschäden dort niedriger aus als bei uns, unter Umständen so niedrig, dass die Leistungen unter den Schadensersatzforderungen liegen. In diesem Fall übernimmt Ihre Versicherung zu Hause die Differenz bis zur in Deutschland gültigen Maximalleistung.

Die Tarifunterschiede

Die Zeiten, in denen Versicherungsunternehmen nur einen Tarif angeboten haben, sind lange vorbei. In der Regel stellen sie heute drei Varianten zur Auswahl, die sich aber primär in der Teilkasko- und Vollkaskoversicherung unterscheiden. Die Tarifbezeichnungen lauten beispielsweise „Basis“, „Komfort“ und Premium. Bei einem KFZ-Haftpflichtversicherung Vergleich ist es also wichtig, dass Sie nicht den Basistarif einer Gesellschaft mit dem Premiumtarif einer anderen vergleichen, da die Prämien in diesem Fall weit auseinanderdriften und Sie Äpfel mit Birnen vergleichen würden.

Warum sollte ich einen PKW-Haftpflichtversicherung Vergleich durchführen?

Als Autobesitzer können Sie zum 30. November ihre KFZ-Haftpflichtversicherung per 1. Januar des Folgejahres kündigen.

Einmal im Jahr legt der Gutachterausschuss der deutschen Autoversicherer die Typklassen und die Regionalklassen, beide Grundlage für die Prämienberechnung, neu fest. Dazu kalkulieren die Versicherer jedes Jahr die Prämien neu. Eine Versicherungsgesellschaft, die im Jahr 2014 noch der günstigste Anbieter war, kann im Jahr 2017 plötzlich aus den Top Ten verschwunden sein. Mit einem KFZ-Versicherungsrechner stellen Sie schnell fest, ob es sich lohnt, den Versicherer zu wechseln.

Die Einsparungen können besonders gravierend ausfallen, wenn Sie Kinder haben, welche das Auto nutzen, aber noch keine 23 Jahre alt sind. Bei einigen Anbietern fällt der Prämienzuschlag bei begleitetem Fahren nur marginal aus, bei anderen schon deutlicher.

Der Wechsel rentiert sich häufig auch, wenn ein Zweitwagen hinzukommt. Wie bereits erwähnt, stufen einige der Assekuranzen den Zweitwagen in der SF-Klasse des Erstfahrzeuges ein. Dieser Umstand kann Ihnen im Jahr Hunderte von Euro sparen. Voraussetzung ist allerdings, dass auch das Erstfahrzeug bei diesem Unternehmen versichert ist. Wenn Sie den Zweitwagen im Laufe des Jahres anschaffen, ist es ausreichend, dass für das Erstfahrzeug der Antrag zum nächsten 1. Januar vorliegt.

Für ältere Fahrzeughalter macht ein KFZ-Haftpflichtversicherung Vergleich ebenfalls Sinn. Wer glaubt, dass die Versicherung jedes Jahr aufgrund unfallfreien Fahrens billiger wird, irrt. Die Versicherer erhöhen mit zunehmendem Alter der Versicherungsnehmer wieder, das sie bei älteren Fahrern ein höheres Risiko voraussetzen. So kann es passieren, dass die Prämie trotz sinkender SF-Klasse steigt. Ein Vergleich zeigt die günstigeren Alternativen.

Kann ich die KFZ- Haftpflichtversicherung Kosten von der Steuer absetzen?

Zum Schluss wollen wir noch diese Frage beantworten, die sich viele Fahrzeugbesitzer stellen. Sie können die PKW-Haftpflichtversicherung nicht nur steuerlich geltend machen, wenn Sie selbstständig sind und das Fahrzeug als Geschäftswagen nutzen. In diesem Fall gilt der Beitrag der KFZ-Haftpflichtversicherung als Betriebsausgabe.

Bei Arbeitnehmer gilt zwar einerseits die Kilometerpauschale, die beispielsweise Kosten für Reparaturen oder Kreditzinsen bei der Autofinanzierung mit abgilt. Auf der anderen Seite können Sie die Beiträge für die KFZ-Haftpflichtversicherung, nicht für die Kasko-Versicherungen, als Vorsorgeaufwendungen eintragen.