Private Haftpflicht schützt auch bei Waldbrand

Wer eine private Haftpflichtversicherung besitzt, ist auch gegen Schäden geschützt, die durch einen unabsichtlich ausgelösten Waldbrand entstehen. Darauf weist der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) hin.

Nur Vorsatz ist ausgeschlossen

Angesichts der langen Hitzeperiode genügt eine winzige Unachtsamkeit, um einen Waldbrand mit großen Folgeschäden auszulösen. Die nachlässig weggeworfene Zigarette oder die abgestellte Glasflasche, die über Sonnenspiegelung ein Stück Rasen in Brand setzt, genügen schon. Finden die Behörden heraus, wer dieses Feuer verursachte, stellen sie ihm die Kosten für Schäden und Löscharbeiten in Rechnung. Allerdings nur dann, wenn er vorsätzlich handelte – also gezielt einen Brand auslösen wollte. Die Haftpflicht übernimmt die Schäden sogar im Falle von Fahrlässigkeit. Der GDV empfiehlt, eine Versicherungssumme über mindestens fünf Millionen Euro pauschal für Personen- und Sachschäden abzuschließen.

Kinder und Lebenspartner mitversichert

Mitversichert bei einer Privathaftpflicht sind in der Regel folgende Personen:

  • Ehepartner
  • Lebenspartner
  • Kinder

Bei Kindern allerdings gibt es für den Versicherungsschutz eine Einschränkung. Er gilt nur, solange die Kinder unverheiratet sind oder die erste Berufsausbildung beziehungsweise das Erst-Studium noch nicht abgeschlossen haben. Wie bei allen anderen Absicherungen auch gibt es bei der privaten Haftpflicht eine Möglichkeit, die Beiträge zu reduzieren. Darauf weist der Bund der Versicherten (BdV) hin. Wer eine Selbstbeteiligung vereinbart, zahlt weniger Prämien.