Privathaftpflicht

Die Stiftung Warentest, sonst keiner großer Freund der Versicherungswirtschaft, hält eine private Haftpflichtversicherung für ein Muss für alle Haushalte. Mögliche Schadensersatzforderungen Dritter können einen Menschen wirtschaftlich in den Abgrund treiben. Das BGB regelt den Anspruch auf Schadensersatz im Paragraf 823, Absatz 1 ohne Wenn und Aber:

„Wer vorsätzlich oder fahrlässig das Leben, den Körper, die Gesundheit, die Freiheit, das Eigentum entstehenden Schadens verpflichtet.“


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Das heruntergeworfene Glas des Nachbarn ist dabei nicht das Thema. Kritischer wird es jedoch, wenn durch Sie eine andere Person eine körperliche Schädigung erleidet. Mit diesen Kosten müssen Sie im Zweifelsfall rechnen:

  • Schmerzensgeld
  • Regress durch die Krankenversicherung für Behandlungskosten
  • Regress durch Rententräger bei Reha-Maßnahmen
  • Im schlimmsten Fall eine lebenslange Unterstützung des Geschädigten, wenn dieser nicht mehr berufstätig sein kann.

Darüber hinaus kommt die Privathaftpflichtversicherung auch für Kosten auf, die im Zusammenhang mit Gerichtsverfahren entstehen, beispielsweise Aufwendungen für einen Gutachter.

Die Zeiten, in denen jede Gesellschaft einen Tarif für alle anbot, sind vorbei. Heute stellen die Versicherer Tarife zur Verfügung, die auf die individuellen Umstände des Versicherungsnehmers abzielen. Daher gliedert sich das Angebot in Tarife für

  • Singles
  • (Ehe)Paare ohne Kinder
  • (Ehe)Paare mit Kindern
  • Senioren

Weshalb diese Aufteilung sinnvoll ist, verdeutlichen wir an anderer Stelle. Unstrittig ist aber, dass die Wahrscheinlichkeit für ein Schadensereignis bei einer fünfköpfigen Familie größer ausfällt, als bei einem Single. Über den klassischen Versicherungsschutz für Personen-, Sach- und Vermögensschäden gehen zeitgemäße Tarife in der Absicherung aber durchaus weiter. Grundsätzlich gilt, je höher die Versicherungssumme ausfällt, um so besser. Losgelöst von der Gesellschaft sind folgende Deckungserweiterungen recht interessant, betreffen bei den letzten fünf aber nur einen eingeschränkten Personenkreis:

  • Gefälligkeitsschäden (Sie helfen beim Umzug und lassen den Fernseher fallen).
  • Schäden an gemieteten oder geliehenen Sachen (Sie leihen sich beim Baumarkt eine Fräse und diese geht kaputt).
  • Forderungsausfalldeckung
  • Schäden durch Nutzung des Internets
  • Tätigkeit als Tagesmutter, entgeltlich und unentgeltlich
  • Immobilieneigentum bei Fremdvermietung
  • Umwelthaftpflicht für Öltanks
  • Berufs- oder Diensthaftpflicht
  • Schlüsselversicherung
  • Forderungsausfalldeckung

Nicht jeder Verbraucher kann mit dem Begriff der „Forderungsausfalldeckung“ etwas anfangen. Angenommen, ein Fahrradfahrer bringt Sie auf dem Gehweg zum Stürzen, Sie verletzen sich. Schadensersatzforderungen sind nicht möglich, da der Radfahrer (Schädiger) weder eine private Haftpflichtversicherung noch entsprechendes Vermögen besitzt. Im Rahmen der Forderungsausfalldeckung stellt Ihr Versicherer den Schädiger so, als sei er selbst bei dem Unternehmen versichert und leistet die Zahlung an Sie. Voraussetzung ist ein rechtskräftiges Urteil, welches die Schadensersatzpflicht feststellt.

Berufs- oder Diensthaftpflicht

Dieser Einschluss ist besonders für Beamte und Angestellte im öffentlichen Dienst wichtig. Diese haften ihrem Arbeitgeber gegenüber uneingeschränkt für alle Schäden, die aus der Ausübung der Tätigkeit resultieren.

Schlüsselversicherung

Dieser Einschluss übernimmt die Kosten, die bei dem Verlust fremder Schlüssel oder Codekarten für eine neue Schließanlage anfallen. Je nach Versicherer beschränkt sich die Absicherung jedoch nur auf beruflich genutzte Schlüssel, nicht auch auf Schlüssel von anderen Privatpersonen.

Für wen ist welche Privathaftpflichtversicherung warum sinnvoll?

Grundsätzlich gilt die Grundabsicherung für jeden Versicherungsnehmer als gleichermaßen wichtig. Je nach Personengruppe gibt es aber wesentliche Unterschiede. Welche Gesellschaft am Ende die Richtige für Sie ist, können Sie am einfachsten mit einem Haftpflichtversicherung Vergleich herausfinden.