Stiftung Warentest nimmt Haftpflichtversicherer unter die Lupe – Versicherte haben die Qual der Wahl

Die private Haftpflichtversicherung ist eine der wichtigsten Versicherungen überhaupt. Dementsprechend hochwertig sollte auch die eigene Police sein, denn weist diese größere Lücken auf, kann es teuer werden. Nicht zuletzt aus diesem Grund hat die Stiftung Warentest 200 Haftpflichtversicherer unter die Lupe genommen und deren Tarife auf Herz und Nieren geprüft.

Guter Versicherungsschutz muss nicht teuer sein

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Warum die Haftpflichtversicherung einen so großen Stellenwert hat, wird anhand der Tatsache deutlich, dass diese Versicherung Schäden abdeckt, die Dritten durch den Versicherten zugefügt werden. Dies betrifft neben Lappalien wie einem sturzbedingten Sprung im Display eines Smartphones auch Schäden in Millionenhöhe, wie sie zum Beispiel auftreten können, wenn der eigene Herd einen großen Brand verursacht oder sogar Personen zu Schaden kommen. Wer in einem solchen Fall keine Haftpflichtversicherung hat, der riskiert seine finanzielle Existenz. Dass der bestmögliche Schutz aber kein Vermögen kosten muss, beweisen die sechs Testsieger der Stiftung Warentest, die allesamt zwischen 82 und 144 Euro pro Jahr kosten.

Top-Tarife

  • Basler – Ambiente Top (Note 0,7)
  • VHV – Klassik-Garant Exklusiv (0,8)
  • HDI – Rundum Sorglos (0,8)
  • Zurich – Top (0,9)
  • Bayerische – Prestige (0,9)
  • Nürnberger – KomfortPlus (0,9)

Hohe Versicherungssumme und Auslandsschutz sind Trumpf

Ihren Fokus legte die Stiftung Warentest im Rahmen ihrer Untersuchung auf einen definierten Grundschutz, der eine Versicherungssumme von mindestens zehn Millionen Euro aufweist. Darüber hinaus sollte eine gute Haftpflichtversicherung dem Grundschutz gemäß sowohl sogenannte Allmählichkeitsschäden, die erst im Laufe der Zeit entstehen, als auch solche Schäden abdecken, die während eines Auslandsaufenthalts verursacht werden. Auch umfassten viele der getesteten Tarife eine Forderungsausfalldeckung. Diese greift immer dann, wenn der Versicherte selbst der Geschädigte ist und der Verursacher nicht für den Schaden aufkommen kann.

Fazit

Am Ende des Tages konnte die Stiftung Warentest ein positives Fazit ziehen, denn gerade im Vergleich zum letztmaligen Test hatten sich die Haftpflichtversicherer deutlich verbessert. Unter dem Strich überzeugten 88 der 200 Versicherer mit der Note »sehr-gut«, während weitere 75 mit »gut« abschnitten. Unter den verbleibenden 44 Versicherern erhielt gar nur einer das Urteil »mangelhaft«, wohingegen 43 noch das Prädikat »befriedigend« bekamen. Versicherte haben unter den zahlreichen Top-Tarifen also die Qual der Wahl.